spendenmagazin2020

ie geben Benefizkonzerte, setzen sich für Hilfsorganisati- onen ein oder thematisieren in Filmen gesellschaftliche Missstände: Wenn es darum geht, Menschen in Not zu helfen, werden immer wieder gerne Künstler und Künst- lerinnen eingespannt. Doch was passiert eigentlich, wenn diese mal selbst in Not geraten? Das zeigte sich dieses Jahr, als schlagartig für viele die Einnahmequellen wegbrachen. Öffentlich auf Bühnen auftreten, sei es Musik oder Theater, war nicht mehr möglich, kul- turelle Einrichtungen wurden geschlossen, es konnten keine Filme mehr gedreht werden. Doch während andere Wirtschaftszweige große und frühe Unterstützung erfuhren, war die Kultur für die Politik nicht existenziell genug. Ein Luxus, auf den man eher ver- zichten konnte. Und so mussten sich viele selbst behelfen, nahmen Geld mit Hauskonzerten ein, Online-Filmfeste beteiligten Kinos an ihren Einnahmen, man suchte den Schulterschluss. Die Zeit nach dem Tanz Doch auch außerhalb der akuten Pandemie braucht es eine stärkere Absicherung für Kulturschaffende. So setzt sich die spendenfinan- zierte Stiftung Tanz seit Jahren für eine Berufsgruppe ein, die beson- ders anfällig ist für temporäre Nöte. Während etwa bei Musik und Schauspiel bis ins hohe Alter gearbeitet werden kann, ist dies beim Tanz aufgrund der körperlichen Natur nicht möglich. Gleichzeitig kann man ihn nicht ein wenig nebenher betreiben. „Tanzen ist ein sehr spezieller Beruf“, erläutert Sabrina Sadowska, Vorstandvorsit- zende der Stiftung. „Viele sind seit dem 10. Lebensjahr in Ausbildung S Die vergessene Kunst Kaum eine Berufssparte wurde vergleichbar hart von der Corona-Pandemie getroffen wie die der Künstler und Künstlerinnen. Und doch werden sie oft mit ihren Nöten allein gelassen « Fotos: Nasser Hashemi ANZEIGE Das können wir nicht alleine. Wenn wir zusammen helfen, erreichen wir viel: Dann finden HIV-positiveMenschen einen Weg aus ihrer Einsamkeit. Wachsen Kinder in Afrika ohne HIV glücklicher auf. Haben Frauen und Männer in hoffnungslosen Situationen wieder Chancen. Helfen Sie mit, HIV-positiven Menschen neue Hoffnung zu geben! ONLINE SPENDEN aids-stiftung.de/spenden » Menschen mit HIV und Aids zu helfen, wenn sich niemand mehr zuständig fühlt, ist unser Auftrag. « und haben keine Alternative für die Zeit danach. Aus diesem Grund wollen wir Tänzern und Tänzerinnen helfen, eine Vision zu ent- wickeln und diese auch umzusetzen. Gleichzeitig braucht es mehr Anerkennung. Bei der Studienzulassung sollten sie Spitzensportlern und -sportlerinnen gleichgestellt werden.“ Das ist gerade jetzt auch ein wichtiges Thema, da vielen die Einnahmen wegbrechen. Aber es bedeutet auch die grundsätzliche Frage: Was ist uns Kunst wert? Oliver Armknecht Tanzen ist kein Beruf, den man endlos machen kann. Umso wichtiger ist eine Vision für die Zeit danach Kultur | 7

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