2018
www.menschenfuermenschen.de Was ist Ihre Spende wert? Hoffnung. Für die nächste Generation. Schenken Sie Hoffnung als Pate mit Weitblick. DE64 7015 0000 0018 1800 18 BIC: SSKMDEMM Spendenkonto: ANZEIGE Weltweit gibt es Situationen, wo viel an Hilfe geleistet werden muss, aber keiner nachkommt medico ist schon seit 50 Jahren aktiv. Machen Sie heute etwas anders als in der Anfangszeit? Wohin geht es in der Zukunft? Thomas Gebauer: Auch wir haben anfangs Menschen Hilfe von außen übergestülpt, bis wir kapiert haben, dass das nicht funktio- niert. Seit circa drei Dekaden versuchen wir, ein anderes Konzept durchzuhalten: an der Seite von Partnern deren Initiativen auf Schaffung von menschenwürdigen Umständen zu unterstützen. Leider wird diese Art solidarischer Unterstützung immer stärker durch Krisen herausgefordert. Inzwischen ist der Bedarf an Hilfe so groß, für die die dafür zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel nicht mehr ausreichen. In diese Lücke drängen jetzt sehr stark privatwirtschaftliche Akteure, die den Komplex der Hilfe auch profitorientiert verändern. Wohin das führen wird, ist für mich nicht abzusehen. Welche Art der Unterstützung würden Sie sich wünschen? Thomas Gebauer: Man kann Almosen geben, die vorübergehend Linderung spenden. Oder Prozesse für nachhaltige Veränderung unterstützen. Auch in sie laufen viele Spenden. Darüber hinaus sollten wir unseren Lebensstil überdenken. Mit ihm tragen wir dazu bei, dass Menschen anderswo in ihrem Leben beschnitten werden. Ilija Trojanow: Nach meiner Rückkehr aus Pakistan habe ich mit meiner 22-jährigen Tochter über die Art und Weise gespro- chen, wie die Textilbranche weltweit arbeitet. Ihr war klar, dass es da Fair Trade nicht wirklich gibt. Deshalb meinte sie, dass es sinnvoll wäre, hierzulande den Aufritt von Genossenschaf- ten oder jungen Designern durch Kommunikation zu stärken, um ein anderes Modell des Wirtschaftens zu zeigen. Das ist die richtige Reaktion – und nicht nur Geld zu geben für Opfer eines Textilfabrikbrands. Interview: Antoinette Schmelter-Kaiser « Interview | 21
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