2018

« Das indigene Volk der Urarinas in Südamerika (links) wird zwar nicht aktiv verfolgt, ist aber dennoch auf Hilfe von anderen angewiesen. Doch das ist leichter gesagt denn getan, denn Menschenrechtsorganisationen haben oft gegen den Widerstand von Staaten zu kämpfen ANZEIGE weise dazu, dass China die GfbV verbieten wollte, unter fadenscheinigen Argumenten. Und das Reich der Mitte ist damit nicht al- lein. „Bei vielen Staaten beobachten wir, dass die Menschenrechte immer weniger beachtet werden“, so Delius. „Doch wir dürfen nicht zulassen, dass sich das Recht des Stärkeren durchsetzt auf Kosten von Minderheiten.“ Nothilfe ohne echte Perspektive Eine dieser Minderheiten, die zuletzt un- ter massiver Unterdrückung zu leiden hat- ten, sind die Rohingya in Myanmar. Schon länger schwelte der Konflikt zwischen der muslimischen Bevölkerungsgruppe und der Regierung des südostasiatischen Landes. Obwohl die Rohingya mehr als zwei Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachten, wurde ihnenmittels Gesetz eine Staatsbürgerschaft verwehrt. Im August 2017 eskalierte der Konflikt nach gewaltsamen Zwischenfällen, seither sind eine Million auf der Flucht. Viele davon landeten in Flüchtlingslagern in Bangladesch, wo auch terre des hommes aktiv ist. Provisorisch sollten diese eigent- lich sein. Doch eine Änderung ist nicht in Sicht, wie Marti Gensel erklärt. „Es gibt zwar eine Abmachung mit Myanmar, dass die Rohingya zurückkehren können. Doch es ist zweifelhaft, dass diese eingehalten wird.“ Wie es im Anschluss genau weiter- geht, kann derzeit deshalb keiner sagen. Akut ist terre des hommes noch mit der Nothilfe beschäftigt, kümmert sich um den Aufbau von lokalen Gesundheitsstationen, aber auch um die Einrichtung von Schutz- und Spielräumen für Kinder. Denn viele sind ohne Eltern. Eine Besserung ist der- weil nicht in Sicht. Die Ressourcen werden immer knapper, was auch zu Preissteige- rungen führt – und damit zu potenziellen Konflikten mit der lokalen Bevölkerung. Dauerhafte Lösungen werden jedoch behin- dert, so gibt es nach wie vor keine Schulen. Eine Planbarkeit ist auf diese Weise nicht möglich, weder für Betroffene noch Hilfs- organisationen. Oliver Armknecht Landwirtin Aminata Compaoré verbessert mit guten Ideen und viel Tatkra den Anbau von Zwiebeln und anderen Gemüsesorten in einem Dorf in Burkina Faso. Jede Spende hil Menschen wie Aminata, sich selbst zu helfen. Ihre Geschichte unter: www.misereor.de/ideen Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen. Engagement | 23

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