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Es beeindruckt, wie oft Helfende ihr Leben für das der anderen riskieren » Nahrungsmittel, Medikamente, manchmal sogar ein Dach über dem Kopf: Den Menschen in dem durch den Konflikt zerstörten Land mangelt es praktisch an allem ANZEIGE Deine Spende hilft uns, anderen zu helfen ! drk.de/weihnachten Für Menschen in Not ist sauberes Trinkwasser oft das größte Geschenk. Geschenke, die die Welt verändern. Jetzt für sauberes Trinkwasser spenden: IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07 BIC: BFSWDE33XXX STICHWORT: NOTHILFE Wie war es für Sie, das alles hautnah zu erleben? Trotz unserer eigenen jüngsten Geschichte haben wir uns alle schnell an Frieden gewöhnt. Wir kennen diese Art von Leid, Angst oder allgemeinem Notstand überhaupt nicht mehr. Nun in einem Land gewesen zu sein, in dem wirklich jeder, mit dem man spricht, direkt betroffen ist, sei es, weil Familienmitglieder verstorben, vermisst oder geflohen sind, war sehr bewegend. Was hat Sie besonders beeindruckt oder auch erschüttert? Es gibt so viele Dinge, die mich beeindruckt und erschüttert haben, damit könnte ich ganze Abende füllen. Ganz plastisch sicherlich, dass nur wenige Autominuten von unserem Hotel in Damaskus ganze Stadtteile in Trümmern liegen. Der Kern der Hauptstadt kommt einem manchmal wie eine Illusi- onsblase heiler Welt vor, was natürlich aber nur oberflächlich so ist. Man sieht das fast surreale Ausmaß des Konflikts in voller Gänze und dann wird dir bewusst – das ist keine Filmkulisse, keine Pappe, diese Zerstörung ist Alltag für Millionen Menschen in einem immer noch brodelnden Konflikt. Neben dem Sichtbaren haben mich sicherlich die vielen Gespräche mit den operationellen Mitarbeitenden und Freiwilligen des Syri- schen Arabischen Roten Halbmondes (SARC) am meisten beein- druckt. Die Erzählungen aus fast einer Dekade Not- hilfe machten mich oft sprachlos. Mir wurde immer erst hier klar, wie oft Helfende ihr eigenes Leben riskieren, um anderen Menschen in Not zu helfen. Oft haben wir junge Freiwillige getroffen, die in ihrem Leben schon so viel Unbeschreibliches erlebt und geleistet haben, dass man oft kaum weiß, was man deren Schilderungen außer Fassungslosigkeit entgegenbringen kann. Die unsägliche Tiefe und das Ausmaß des Traumas einer ganzen Nation sind sicherlich das Erschütterndste. Welche Hilfsprojekte haben Sie sich vor Ort angeschaut? Wir haben unter anderem im zerstörten Stadtkern von Homs ver- schiedene Projekte besucht. Etwa ein Gemeindezentrum, in dem Interview | 19

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